Mittwochskino - 19:00 Uhr - 4,00 €

 

DAS BRANDNEUE TESTAMENT  - 14.12.
2015, Regie: Jaco van Dormael, 1 Std. 55 Min., FSK ab 12
https://www.youtube.com/watch?v=i28Zj1qEO8U

Gott (Benoît Poelvoorde) ist ein Bürger Belgiens und führt ein ganz normales, ziviles Leben mit Frau (Yolande Moreau) und Kind in Brüssel. Und so normal wie sein Leben sind auch seine familiären Probleme: Er hat Zoff mit Tochter Ea (Pili Groyne). Die Auswirkungen dieses Streits sind dann aber schon nicht mehr ganz so harmlos, denn da Papa Gott ist, führt es zu einem unglaublichen Chaos, als sich Ea in den Computer ihres Vaters hackt. Sie hat nämlich genug vom despotischen Verhalten des Allmächtigen und seinen Launen, die er in Form von Kriegen und Naturkatastrophen immer wieder auf die Menschheit herunterprasseln lässt. Und so durchkreuzt sie die Allmacht ihres Vaters, indem sie seine geheime Datei mit den Todesdaten aller Menschen öffnet und diese ganz persönliche Information jedem Sterblichen per SMS zukommen lässt. Prompt drehen die Menschen durch und Ea sieht ihre Chance gekommen, inmitten dieses Chaos ein brandneues Testament zu etablieren, samt neuen Aposteln und allem. Aber Gott findet sich mit der Revolte seiner Tochter natürlich nicht einfach so ab…


FRANCOFONIA - 07.12.
2016, Regie: Alexander Sokurov, 1 Std. 24 Min., FSK ab 12
http://francofonia.de/trailer.php 

Der russische Regisseur Alexander Sokurov beschäftigt sich in seinem Film "Francofonia" auf besondere Weise mit dem Louvre in Paris während der Besetzung Frankreichs durch die Nationalsozialisten. Mit einer Mischung aus Dokumentation und von realen Ereignissen sowie assoziativen Gedankengängen inspirierten Spielszenen widmet er sich vor allem auch dem komplizierten Verhältnis zwischen Jacques Jaujard (Louis-Do de Lencquesaing), dem damaligen Direktor des Kunstmuseums, und dem Grafen Wolff-Metternich (Benjamin Utzerath), der von der deutschen Wehrmacht mit dem "Kunstschutz" beauftragt wurde und in dem Jaujard allmählich einen unverhofften Verbündeteten fand, wenn es um die Bewahrung der Kunstschätze vor den Auswirkungen des Krieges ging. Mit seinem Film, der die volle Unterstützung des Louve genossen hat und uneingeschränkt in dessen Räumlichkeiten gedreht werden konnte, trifft Sokurov somit nicht nur Aussagen über die Bedeutung und die Aussagekraft der Kunst, sondern auch über das Menschsein an sich.


SPOTLIGHT -  30.11. 

USA 2015, Regie: Tom McCarthy , 128 Min., FSK: 0 Jahre
https://www.youtube.com/watch?v=KH8_DjzEfF0

Als eine Journalistin des Boston Globes in einem Artikel einen Missbrauchsfall in den Reihen der katholischen Kirche aufbereitet, der direkt in Boston geschah, weckt sie damit das Interesse des neuen Chefredakteurs Marty Baron (Liev Schreiber). Dieser ahnt, dass hinter der Geschichte mehr steckt und setzt das Spotlight-Team auf die Angelegenheit an, deren Recherche Schreckliches zutage fördert. Denn Spotlight-Chef Walter „Robby“ Robinson (Michael Keaton) und seine Mitarbeiter Michael Rezendes (Mark Ruffalo), Sacha Pfeiffer (Rachel McAdams) und Matt Carroll (Brian D’Arcy James) stellen fest, dass weit mehr Priester in den Missbrauch von Kindern verwickelt sind als bislang angenommen. Doch die akribischen Ermittlungen der Journalisten werden durch das Schweigen der verängstigten Opfer und gut bezahlte Anwälte zunehmend erschwert.

Der Film basiert auf wahren Begebenheiten.


DIE FRAU IN GOLD - 23.11.

USA 2015, Regie: Simon Curtis, 109 min, FSK: 6 Jahre
https://www.youtube.com/watch?v=0FIpu172U_A

Nach den Gräueln des NS-Terrors, dem viele Mitglieder ihrer jüdischen Familie zum Opfer fielen, wollte Maria Altmann nie mehr in ihre österreichische Heimat zurück. Doch Ende der Neunzigerjahre macht sich die Dame von Los Angeles auf den Weg nach Wien. Dort, im Schloss Belvedere, hängt ein Werk, das einst ihrer Familie gehörte – die “Goldene Adele”, Gustav Klimts Jugendstil-Porträt der Salondame Adele Bloch-Bauer, einer Tante Marias. 1938 konfiszierten die Nationalsozialisten das Gemälde, nun fordert sie es zurück.

 

Maria Altmann kämpft darum, ein von den Nazis konfisziertes Klimt-Gemälde ihrer jüdischen Familie zurückzubekommen. Auf Fakten basierendes Gerichtssaaldrama über NS-Raubkunst, als großes Kino aufbereitet.


NIGHTMARE BEFORE CHRISTMAS - 16.11.
USA 1993, Regie: Henry Selick, 73 min., FSK ab 6 J.
https://www.youtube.com/watch?v=gcvhIexYu_Q

Jack Skellington (im Original gesprochen von Chris Sarandon) ist der vom Volk geliebte Kürbis-König von Halloween-Stadt. Er ist langsam davon gelangweilt, jedes Jahr mit dem Bürgermeister (Glenn Shadix) das Halloween-Fest aufs Neue zu planen und immer wieder schaurige Streiche zu spielen. Durch Zufall gelangt er durch eine Tür in die Weihnachtsstadt. Dort ist alles bunt, jeder ist fröhlich und Jack ist von allem sehr begeistert. Er versucht, das, was er gesehen hat, den Bürgern der Halloween-Stadt zu schildern. Diese jedoch verstehen Jacks Anliegen falsch und verbinden das Weihnachtsfest und die damit verbundenen Rituale nur mit Schrecken und Grauen.


DIE BUCHT - 09.11. 
USA 2009, Regie: Louie Psihoyos, 90 min, FSK 6 J.  

https://www.youtube.com/watch?v=bubtBS5lsu0

Dokumentation über eine Treibjagd auf Delfine, die jährlich im japanischen Taiji stattfindet, um ein paar schöne Tiere für Delfinarien einzufangen. Die übrigen der mehr als 1000 Delfine werden anschließend getötet. Aktivist Richard O'Barry, der in den 1960ern Delfine für die TV-Serie „Flipper“ trainierte und inzwischen zu einem engagierten Kämpfer für den Schutz der Tiere geworden ist, hat sich mit einem Filmteam auf den Weg gemacht, um die barbarische Tat zu dokumentieren. Gegen den erbitterten Widerstand der beteiligten Fischer sowie der örtlichen japanischen Behörden arbeitete das Team ohne Drehgenehmigung mit speziellen Methoden, um an die erschreckenden Bilder zu kommen. Taucher wurden ebenso eingesetzt wie auf dem Meeresboden versteckte Unterwasserkameras. Teile des Teams tarnten sich unter anderem als Surfer.

 


PI – DER FILM - 26.10.  
USA 1998, Regie: Darren Aronofsky, 85 min, FSK ab 12 J.

https://www.youtube.com/watch?v=cPn1hYY7D_Q

Auf der Suche nach einem versteckten Code verliert ein einsamer Mathematiker langsam seinen Verstand.

Max Cohen (Sean Gullette) ist kein sehr sozialer Mensch. Er lebt zurückgezogen in seiner kleinen New Yorker Wohnung, geht penibel einem Tagesrhythmus nach und hat kaum Kontakt zu seinen Nachbarn. Einzig seinem Mentor und Freund Sol (Mark Margolis) stattet er regelmäßig Besuche ab, bei denen sie meistens Go spielen.
Was man Max aber nicht anmerken kann, ist sein mathematisches Genie. Ohne lange zu überlegen kann er die kompliziertesten Gleichungen lösen. Diese Gabe ist aber gleichzeitig auch sein Fluch. Mit wachsender Besessenheit sucht Max, entgegen Sols Rat, einen Code innerhalb der Unendlichkeit der Zahlen, mit dem sich die Welt erklären lässt. Doch seine Suche nach einem Muster, einem System, bleibt erfolglos, was Max enorm frustriert.
Als sich nicht nur eine Wall-Street-Agentin (Pamela Hart), die ihm für die Ergebnisse seiner Arbeit besonders leistungsfähige Technik bietet, sondern auch noch eine jüdische Gruppierung für ihn interessiert, steigert sich der Mathematiker in eine verheerende Paranoia, die ihm, gepaart mit einer grausamen Migräne, albtraumhafte Visionen beschert. Mit jedem Schritt, den Max tut, um die Lösung zu finden, bewegt er sich auch auf einem Pfad in den Wahnsinn.


HASRET - SEHNSUCHT - 12.10. 
Regie: Ben Hopkins, Deutschland/Türkei 2015,  1 Std. 22 Min., FSK ab 12 J.

https://www.youtube.com/watch?v=ldvvmp6Bi4U

Der neue Film von Ben Hopkins, angesiedelt zwischen Traum und Realität, Dokumentation und Imagination, eine Liebeserklärung an eine faszinierende, unergründliche Stadt: Nach Istanbul geschickt, um eine Reisereportage zu drehen, fängt ein Regisseur an, die berühmten Orte und das tägliche Treiben zu filmen. Aber bald zieht es ihn zu den unbekannten, dunklen, rätselhaften Seiten der Stadt, ihrer Geschichte, ihren Geheimnisse, ihren Katzen und Geistern.


I am Love - 05.10.  

Regie: Luca Guadagnino, 2009, 119 min, FSK ab 12 J.
https://www.youtube.com/watch?v=FEx25VkUh9w

Sieben Jahre lang hat die Schauspielerin mit dem Regisseur Luca Guadagnino an "I am love" gearbeitet. Das Ergebnis ist ein makelloser Film über die Liebe als Akt ganz im Stil eines Visconti-Werks.

I am Love ist ein Film über die Leidenschaft – über verschiedene Leidenschaften, in deren Mittelpunkt die russischstämmige Emma (Tilda Swinton) steht. Da die Leidenschaft zu ihrem Mann schon erkaltet ist, bleibt ihr nur noch ihre Kochleidenschaft. Als Ihr Sohn ein Restaurant eröffnet und Emma den Koch Antonio kennen und lieben lernt, bekommt ihr von Luxus und Langeweile gedämpftes Leben neuen Antrieb. I am Love kommt nach etlichen erfolgreichen Festival-Auftritten nun endlich auch in die deutschen Kinos.


Dügün - Hochzeit auf Türkisch - 28.09.             

Regie     Marcel Kolvenbach, Ayse Kalmaz, 88 min
https://www.youtube.com/watch?v=LwW7f_SiWVU

DÜGÜN  ist einer der wenigen Dokumentarfilme in Deutschland, die sich mit dem alltäglichen Leben der türkischen community hier beschäftigen. Der Film bildet eine Normalität ab, die sonst nie in den Fokus der Öffentlichkeit gerät, weil diese nur dann aufmerksam wird, wenn etwas nicht funktioniert, wenn es Konflikte und Auseinandersetzungen jenseits dessen gibt, was das alltägliche Leben ausmacht.

Ihre Väter schufteten sich unter Tage die Rücken krumm, sie kamen in Aussicht auf ein besseres Leben aus der Türkei und heizten Deutschlands Wirtschaft an. Doch die Zeit von Kohle und Strukturwandel ist vorbei. Die Kinder und Enkel der türkischen Einwanderer, die nach Duisburg-Marxloh immigrierten, den Stadtteil im Norden der Rheinstadt, müssen ihr Geld auf andere Art verdienen: z. B. mit dem Verkauf von Brautkleidern. Im Dokumentarfilm lernen wir junge türkischstämmige Paare und ihre Familien kennen – bekommen mit, wie sie denken und fühlen. Eine der Fragen, die sich stellen, lautet: Warum überhaupt heiraten? Und eine wichtige Antwort darauf: Weil die Hochzeit das kulturelle Überleben in der Fremde sichert. Die Feste bringen die Familien der Einwanderernachkommen zusammen, man tauscht sich aus festigt Bindungen.


Die Wolken von Sils Maria - 21.09.

Deutschland, Frankreich, Schweiz 2014, Regie: Olivier Assayas, 124 min, FSK: 6 J.
https://www.youtube.com/watch?v=5OhXse6WecE


Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere erhält die international gefeierte Schauspielerin Maria Enders (Juliette Binoche) das Angebot, in der Wiederaufführung eines Theaterstücks zu spielen, mit dem sie vor 20 Jahren ihren Durchbruch feierte. Damals hatte sie die Rolle der Sigrid übernommen, eine verführerische junge Frau, die auf ihre Vorgesetzte Helena eine ganz besondere Faszination ausübt und sie schließlich in den Selbstmord treibt. Anders als vor 20 Jahren soll Maria Enders diesmal jedoch nicht Sigrid sondern die ältere Helena spielen, so der Wunsch von Regisseur Klaus Diesterweg (Lars Eidinger). Gemeinsam mit ihrer Assistentin Valentine (Kristen Stewart) fährt sie nach Sils Maria, um dort, in der Abgeschiedenheit der Alpen, das Stück zu proben. Als Sigrid ist Jo-Ann Ellis (Chloë Grace Moretz) vorgesehen, ein junges Starlet aus Hollywood mit Neigung zum Skandal. Eine charmante, aber nicht ganz durchsichtige junge Frau - und ein beunruhigendes Spiegelbild ihrer selbst, dem sich Maria nun gegenüber sieht.


MICH KRIEGT IHR NICHT - 14.09.16    

Deutschland 2016, Länge: 118 Min., FSK: 16 Jahre, Regie: Werner  Müller

Manfred Weil hat mit über 90 Jahren bereits einiges erlebt. Doch stets mit einem Lächeln auf den Lippen berichtet er nun über die grausamste Zeit seines Lebens in der Dokumentation von Werner Müller mit Roadmovie-Charakter. Als junger Mann jüdischen Glaubens wurde er von den Nazis in Lager in Frankreich und der Schweiz verschleppt. Wie er noch heute über die Taten seiner Missetäter denkt und dies damals dennoch mit schelmischen Geschichten aufwerten konnte, zeugt von Charakterstärke. Nach dem Krieg wandte er sich den schönen Dingen des Lebens zu – vornehmlich der Malerei. Sein liebstes Motiv wurde das weibliche Geschlecht. Kurz vor seinem Tod im Alter von fast 95 Jahren begleitete ihn Werner Müller quer entlang der Stationen seines Lebens. Dabei werden einige Szenen fiktional nachgestellt, während anderswo nur die Reaktion von Manfred Weil gezeigt werden. Seine Odyssee quer durch Europas vergangenes Schlachtfeld hinterließen schließlich die Spuren am Shoah.


LA ISLA MINIMA – MÖRDERLAND -   07.09.    

Spanien 2014, Länge: 104 Min., FSK: 16 Jahre, Regie: Alberto Rodríguez Librero

1980: Tief im spanischen Süden verzweigt sich der Guadalquivir auf seinem Weg ins Meer in unzählige kleine Flussläufe und schneidet beunruhigend geometrische Muster in die sumpfige Landschaft. Die Menschen dort unten sind eine verschworene Gemeinschaft, bei denen die aus der Hauptstadt entsandten Ermittler Juan und Pedro wenig willkommen sind. Eigentlich sollen die beiden das rätselhafte Verschwinden zweier junger Mädchen klären. Doch als kurze Zeit später deren gemarterte Leichen am Straßenrand auftauchen, beginnen sich die Polizisten unter der heißen Sonne Andalusiens in ein undurchdringliches Geflecht aus Schweigen, Angst und Lüge zu verstricken.


 

 

KRIEG UND SPIELE - 31.08.     

Israel, Deutschland, USA 2014, Länge: 95 Min., FSK: 12 Jahre, Regie: Karin Jurschick

Was haben Dietrich Oepke, einst Modellflugmeister der DDR, Dave Anthony, Entwickler von „Call of Duty“ und James Gimzewski, Professor für Nano-Architektur gemeinsam? Sie sind Spieler. Konkret oder virtuell, mit Quadrocoptern, futuristischen Waffen oder künstlicher Intelligenz spielen sie mit den menschlichen und technischen Möglichkeiten. Wie real sind ihre Zukunftsvisionen?

Die unbemannten Kriegsroboter der Zukunft sind nach dem Vorbild von Tieren gebaut. Perfekte Maschinen, die im Wasser, an Land und in der Luft die Bewegung jeder Maus und jedes Menschen erfassen. Und sie können töten. Autonom. Diese technische Entwicklung verändert jetzt schon die Kriege und unsere Vorstellungen von Ethik und Moral. Ja: unsere Stellung als Menschen in der Welt. Werden am Ende die Maschinen sogar die besseren Entscheidungsträger?


DER SCHAMANE UND DIE SCHLANGE -  24.08.    

Kolumbien 2015, Länge: 125 Min., FSK: 12 Jahre, Regie: Ciro Guerra

Amazonas, Anfang des 20. Jahrhunderts: Der Schamane Karamakate wird gebeten, den deutschen Forscher Theodor Koch-Grünberg zu heilen. Doch dafür müssen sie die geheimnisvolle Yakruna-Pflanze finden. Etwa 30 Jahre später sucht der Botaniker Richard Evans Schultes Karamakate auf. Auch er ist auf der Suche nach der Yakruna. Karamakate, der mittlerweile den Zugang zur Geisterwelt verloren hat, macht sich noch einmal auf den Weg auf dem Amazonas, ins Herz der Finsternis …

In grandiosen Bildern erzählt DER SCHAMANE UND DIE SCHLANGE von den Mysterien einer fast vergessenen Kultur und den Schrecken der Kolonialisierung. Beruhend auf wahren Begebenheiten, als faszinierendes Abenteuer erzählt. Auf dem Cannes Filmfestival wurde er mit dem C.I.C.A.E. Award ausgezeichnet.

“Eine der einzigartigsten Kinoerfahrungen, die man sich erhoffen kann” (Indie Wire)


Happy Hour - 27.07.       

Deutschland, Irland 2015, Länge:  95  Min., ab 0 Jahren, Regie: Franz Müller

Mit Mitte Vierzig durchlebt HC (Alexander Hörbe) die schwierigste Zeit seines bisherigen Lebens. Seine Frau ist ihm mit einem Jüngeren fremdgegangen und er steht ohne geregelten Alltag und mit mehr Problemen da, als zuvor. Gut, dass ihn seine Jugendfreunde Wolfgang (Simon Licht) und Nic (Mehdi Nebbou) sofort vor dem Schlimmsten bewahren und in ihre Obhut nehmen. Das erklärte Ziel der drei: Wolfgangs Cottage im winterlichen Irland. Da, wo ein Mann noch mitten in der Nacht Holz fällen kann, nackt versteht sich. Da, wo die Frauen nach dem ein oder anderen Guinness auch den gestandenen Männern etwas abgewinnen können. Da, wo der Whiskey in Strömen fließt, man in Ruhe nach seinem Abendessen fischen kann und schließlich da, wo ein Mann einfach nur ein Mann sein kann. Der Kurzurlaub der drei Freunde entwickelt sich somit mehr zur psychologischen Bewältigung ihrer gemeinsamen Midlife Crisis und kreist dabei um essenzielle Fragen nach Freundschaft, Liebe und dem Leben.


Hans Dampf - 20.07.      
Deutschland 2013, Länge: 91 Min., FSK: ab 0 Jahren, Regie:  Jukka Schmidt, Christian Mrasek

Hans schmeißt seinen Job hin, sein Handy fort und macht sich mit einer Tasche voll Geld auf die Suche nach dem Glück. Unterwegs nach Italien trifft er auf charmante und skurrile Wegbegleiter, die ihn immer wieder auf neue Wege spülen.
HANS DAMPF ist ein buntes Roadmoviemärchen mit viel Musik, eine fast wahre Geschichte, die einem das Herz öffnet, für das, was ist. Statt sich über Verlorenes oder Vergangenes zu grämen oder sich über die Zukunft Sorgen zu machen, umarmt unser Hans freudig sein Schicksal und immer dann kommt ihm das Glück entgegen. Und das sieht immer wieder anders aus, als man denkt…


Sture Böcke - 13.07.         

Island 2015, Länge: 93 Min., FSK: ab 0 Jahren, Regie: Grímur Hákonarson

In einem abgeschiedenen Tal in Island leben Gummi und Kiddi Seite an Seite und versorgen ihre Schafe. Ihre Schafherden werden als die besten des Landes angesehen und die beiden Brüder werden wiederholt für ihre preiswürdigen Schafböcke ausgezeichnet. Obwohl sie dasselbe Leben führen und das Weideland teilen, haben Gummi und Kiddi seit 40 Jahren nicht mehr miteinander gesprochen. Als eine tödliche Krankheit bei Kiddis Schafen ausbricht, ist das ganze Tal bedroht. Die Behörden entscheiden, dass die Schafe dieser Region erlegt werden sollen, um einen weiteren Ausbruch zu verhindern. Das ist quasi ein Todesurteil für die Bauern, da die Schafe ihre Haupteinnahmequelle sind und viele verlassen ihren Hof. Aber Gummi und Kiddi geben nicht so schnell auf – und jeder der Brüder versucht die Katastrophe auf seine Art abzuwehren: Kiddi mit der Waffe und Gummi mit seinem Verstand.

Um den Behörden entgegentreten zu können, müssen die Brüder sich zusammenraufen: um ihre spezielle, jahrhundertealte Rasse zu retten und auch sich selbst.



Am Ende ein Fest - 18.05.

Israel, Deutschland 2014, 92 Min., Fsk ab 12 Jahren
Regie: Sharon Maymon, Tal Granit
https://www.youtube.com/watch?v=deIj9f3Cmko

Eine Gruppe von Senioren hat sich im Altersheim um den 72-jährigen Yehezkel, einen Tüftler und Erfinder, zusammengeschlossen: Sie wollen Max, einem schwerkranken Freund, helfen das Sterben zu erleichtern. Zusammen mit einem pensionierten Tierarzt, der die Beruhigungsmittel besorgt, und einem ehemaligen Polizisten, der die Beweise verwischen soll, suchen sie nach dem besten Weg, um Max' Wunsch zu erfüllen. Da keiner sich tatsächlich dazu überwinden kann, Max zu töten, baut Yehezkel eine Maschine, mit der der Sterbende sich selbst töten kann. Bald schon ist diese Maschine in aller Munde und Menschen aus ganz Jerusalem strömen zu dem Altersheim, um ihre Liebsten von ihren Leiden zu befreien. Anfangs noch zögernd, geben Yehezkel, seine Frau Levana und Dr. Daniel bald dem Andrang der Sterbewilligen nach und die eingeschworene Truppe macht sich auf, um letzte Wünsche zu erfüllen. Währenddessen verschlechtert sich der Zustand von Levana, Yehezkels Frau, die an Alzheimer leidet, und bald muss Yehezkel selbst eine Entscheidung treffen.

Einen der erfolgreichsten israelischen Filme der letzten Jahre hat das Regie-Duo Sharon Maymon und Tal Granit geschaffen, der mit großer Leichtigkeit Worte und Bilder für etwas findet, das sich so oft der Darstellung entzieht. Ihnen gelingt eine wunderbar schelmische Komödie über das Abschiednehmen, die jedem das Herz erleichtern wird.